Intraokularlinse und Cerclage, bald Ölentfernung

Myop, Freitag, 07. Juni 2019, 16:46 (vor 13 Tagen)

Hallo,

bei mir wurde am 10. April das rechte Auge operiert, nachdem ich einen knappen Monat zuvor einen Unfall hatte, bei dem ich aufs Auge fiel und zunächst dort einen Russregen wahrnahm. Ambulant wurde nach einer Woche an zwei Stellen gelasert, danach sollte ich 2 Wochen später zur Nachkontrolle. Bei dieser wurde ein neues Netzhautloch unter der Blutung entdeckt und am nächsten Tag war ich in der Klinik zur Not-OP: zusätzlich kleines Makularforamen vom Oberarzt diagnostiziert, also volles Programm:

- Glaskörper wurde entfernt, Silikonöltamponade
- Cerclage
- Intraokularlinse wegen des Silikonöls zur Vermeidung einer erneuten OP
- und natürlich div. Stellen gelasert, Membranpeeling etc.

Die OP und Nachsorge verliefen bis auf eine Entzündung in der Vorderkammer(Fibrineinlagerung)ohne Probleme, allerdings ist das Auge immer noch rot, anfangs juckte die Bindehaut im Bereich der Narben schrecklich, mittlerweile tränt das Auge "nur" noch manchmal, wenn ich lese oder schreiben möchte. Das linke Auge ist ebenfalls degeneriert im Bereich der Netzhaut, diese liegt aber an. Trotzdem habe ich Probleme derzeit mit einem Auge zu lesen, da ich ständig Schleier wahrnehme.

Am 26. Juni ist die Ölentfernung geplant, derzeit sehe ich rechts ohne Brille etwas schärfer als links, vor der OP beidseits -6 dpt. mit 1,75 Add. (bin 49).

Nun zu meiner Frage, die mich neben dem Visus, den ich dann ca. 6 Wochen nach der Ölentfernung rechts haben werde (wurde mir als Zeitspanne genannt, nach der eine Refraktion sinnvoll erscheint), sehr beschäftigt. Es wurde eine künstliche Linse mit 21 dpt. eingesetzt, um die Zielrefraktion rechts auf -5 dpt. zu bekommen, eben annähernd wie vor der OP. Tatsächlich war eine erste Visusüberprüfung 4 Tage nach der OP bei 0,4 und +2 dpt. - würde also passen, wenn davon ausgegangen wird, dass das Öl etwa 7 dpt. weitsichtig macht. Anfangs konnte ich rechts in der Nähe auch nur sehr verschwommen sehen, in der Ferne gut im Vergleich zu links ohne Brille. Nunmehr ist es aber so, dass ich auch rechts etwas in der Nähe erkennen kann, in der Ferne nicht mehr so klar sehe wie zu Beginn. Insgesamt schwankt es natürlich sehr, von klarer Sicht rechts ist nicht zu sprechen, der Visus wurde nicht mehr geprüft unter Öl.

Ich befürchte nun, dass die Linse mit 21 dpt. zu viel Plus hat, ich also wegen der Cerclage (um die -2 dpt. zusätzlich?) und der künstlichen Linse am Ende rechts eher mehr Minus haben werde als vorher - heute las ich, dass natürliche Linsen im Schnitt 19 dpt. besitzen. Dann wäre ich im schlechtesten Fall bei bis zu -10 dpt. rechts, Visus wie gesagt noch unbekannt, direkt vor der OP war er bei 0,63.

Mache ich mich selbst verrückt oder liege ich evtl. richtig, dass die Kunstlinse zu viele Dioptrien hat?

Freue mich über Antworten,

viele Grüße

Myop


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