NH Vitrektomie (hintere) ohne Endotamponade - Ergänzung

fth68 @, Sonntag, 22. März 2020, 13:24 (vor 146 Tagen) @ Mati

Hi Helga,

Mich würde vor allem interessieren:
Wie ist es Euch bei der OP mit örtlicher Betäubung (Spritze)und Sedierung gegangen? Was habt ihr von der OP mitbekommen - gesehen,gespürt?

Ich hatte nun inzwischen 2 NHA-OPs mit örtlicher Betäubung. Schmerzhaft war jeweils nur ein kurzer Druckschmerzaufbau nach dem Setzen der Spritze - aber keine große Sache.

Von der OP habe "sehenden Auges" (wenn auch völlig unscharf) mitbekommen, wie die Instrumente im Inneren des Auges herumfuhrwerkten, der Glaskörper geschreddert und abgesaugt wurde etc. Bei der Kryopexie habe ich auch einen leichten Kälteschmerz gespürt.

Wie habt ihr nach der Verbandabnahme gesehen und wie hat sich das Sehen weiterentwickelt?

Da ich eine Gastamponade hatte, war nur Hell/Dunkel wahrnehmbar. In den ersten 3 Tagen war mein Visus nur "hbw", also Handbewegungen erkennbar, aber noch keine Finger abzählbar. Das ist aber relativ normal.

Erst wenn die Augenflüssigkeit über die Linse schwappt, kann man seinen Visus sinnvoller beurteilen. Der ist bei mir in der Nähe (20 - 25cm mit Brille -6 Dioptrien) ok, ich kann also auch kleine Schriften scharf sehen. Oberhalb der 25cm wird er allerdings zunehmend unbrauchbar. Offensichtlich ist meine Linse durch das Gas (bei mir C3F8, also das "harte Zeug" mit 6-8 Wochen Verweildauer) leider beeinträchtigt und mit ca. 2-3 Minusdioptrien myopisiert. Da dieser Eindruck leider schon seit 4 Wochen so stagniert, befürchte ich, dass die Gaskatarakt sich hier nicht mehr zurückbildet und ich eine Kunstlinse brauchen werde. Aber vielleicht und hoffentlich irre ich mich und muss nur noch ein paar Wochen länger geduldig sein.

Wie war das Auge nach der OP?

Es sah äußerlich aus, als hätte ich mir eine Lötlampe reingehalten. Ist dann aber innerhalb von 2 Wochen wieder gut verheilt.

Kleine Warnung:
Bei meiner ersten OP ist es leider nicht gut verlaufen. Damals hatte ich auch eine "mildere" Gastamponade drin. Innerhalb der ersten Woche nach OP hatte ich einen rötlich-dunklen Bereich wahrgenommen, den ich aber als normalen Effekt der Augen-OP und des Gases gedeutet hatte. Erst als der "Gasspiegel" über der Hälfte war und ich den Visus wieder normaler beurteilen konnte, stelle ich fest, dass auch dort der abgedunkelte Bereich gegeben war. Langer Rede kurzer Sinn: Eine Re-Ablatio unter Gas. Musste daher dann sofort nochmal operiert werden, dann mit Öl, was dann auch hielt.

LG, Thorsten


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