Ein Jahr nach Netzhautablösung

fth68 @, Dienstag, 11. August 2020, 15:37 (vor 39 Tagen) @ WidePupil

Hallo,

Ich hatte vor fast einem Jahr eine Netzhautablösung, ohne irgendwelche vorherigen Anzeichen!! Die Netzhaut hatte erst oben einen Riss, der teilweise wieder vernarbt und dann weiter gewandert ist und hat sich anschließend unten entlang weitergearbeitet. Dort hat sich die Netzhaut dann richtig gelöst und ist in Richtung Makula gewandert. Eine Not-OP hat mich vor dem Schlimmsten bewahrt! Nach 2,5 Monaten wurde in einer zweiten OP das Öl abgelassen und ein kleiner Tropfen, der sich als schwarzer Ring abzeichnet, wandert mir seitdem freundlich durch mein Sichtfeld.
Unterm Strich habe ich wohl riesiges Glück gehabt, denn nach einem weiteren Monat hat mir mein AA erlaubt, Sport zu machen und nach weiteren vier Wochen hatte ich wieder 100 % Sehkraft erlangt!

Na das klingt ja auf jeden Fall schon mal nicht schlecht.

Das, was wie ein Wunder klingt, ist dennoch mit großen Einschränkungen verbunden. Mein Auge ist schnell überanstrengt. Langes auf den Bildschirm schauen (damit meine ich drei bis vier Stunden über den Tag verteilt!), hinterlässt ein Brennen bis hin zu geschwollenen Lidern. Ebenso anstrengend ist Sonnenlicht, da sich die Pupille seit 11 Monaten nicht mehr richtig zusammenzieht.
Ich habe nach sechs Monaten pupillenverengende Tropfen bekommen und mein AA war total happy, dass die Pupille darauf reagiert. (Man klammert sich an jeden kleinen Erfolg) Aber bis heute ist sie immer noch größer als die vom gesunden Auge - daher wohl auch die Lichtempfindlichkeit.

Das hatte ich so nicht. Da Dir sonst bisher noch keiner geantwortet hat, scheint dies auch selten der Fall zu sein.

Hat man Dir gesagt, dass dies eine Folge der OP ist? Oder hattest Du schon vorher Probleme mit dem Auge und der Pupille? Klingt mir auf jeden Fall nach einer eigenständigen und behandlungswürdigen Sache für sich.

Was mich aber am meisten beschäftigt: Der Amsler-Gittertest fällt bei mir nicht gut aus. Ich kann keine gerade Linie mehr sehen, was das Lesen (also Gedrucktes jetzt) ebenfalls sehr anstrengend macht.
Mein Arzt sagt, dass die Netzhaut sich nicht ganz glatt angelegt hat und man da nichts mehr machen kann.
Ich kann das aber nicht so ganz wahr haben...
Gibt es denn gar ncihts, was da hilft??

Ich fürchte, das Wahrscheinlichste ist tatsächlich, was Dein AA Dir sagte. Verkrümmungen in der Netzhaut ergeben auch verkrümmte Linien. Das Gehirn kann aber wohl im Laufe der Zeit einiges davon "geradebiegen" - habe ich zumindest gehört. Dann brauchst Du aber zumindest viele Monate Geduld.

Oder mache ich zu viel Sport? Sollte ich weniger am Bildschirm hängen?? (Laut meinem AA spielt das keine Rolle)

Mit Sport dürften Verkrümmungen nichts zu tun haben, kann ich mir zumindest nicht vorstellen. Übermäßig am Bildschirm hängen ist ja niemals und für Niemanden gut. Aber wenn Der AA in diesem Zusammenhang grünes Licht gegeben hat, würde mich das hinreichend beruhigen.

LG, Thorsten


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