Makulaödem bei Grubenpapille

PloraX, Dienstag, 27. Februar 2018, 17:25 (vor 204 Tagen)

Guten Tag,

habe ebenfalls schon das Glück mit 20 Jahren Probleme mit den Augen zu haben.
Bei der letzten Sehkontrolle beim Augenarzt musste ich die Symptome eines Makulaödems am linken Augen feststellen.
Die Sehstärke betrug nur noch 40% und ich wurde eine Woche später zur Uniklinik in Würzburg überwiesen.
Das Gebäude dort ist sehr alt und Digitalisierung ein Fremdwort. Seine eigene Akte darf man von Station zu Station tragen, man muss überall reinplatzen um sich anzumelden und die Minderheit der Menschen sind freundlich.
Als die Oberärztin kam, kontrollierte sie kurz meine Augen, sagte OP wäre nötig und wollte quasi schon verschwinden. Durch den Schock vielen mir keine Fragen mehr ein.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht mal, wodurch das Ödem entstanden war. Habe schon mit Diabetes oder derartigem gerechnet.
Letztendlich habe ich einen anderen AA aufgesucht, der wesentlich genauer nachschaute, freundlich war und mir alles genauer erklärt hat.

Diagnose: Makulaödem bei Grubenpapille

Da solch eine Papille nicht einfach so auftritt, werde ich meinen vorherigen AA meiden. Das hätte man doch schon früher erkennen und Folgen daraus kurzfristiger behandeln können, da das Ödem anscheinend schon länger besteht.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich darüber mehr als über Diabetes freuen kann. Die Chance so eine Anomalie zu bekommen ist sehr selten, aber immerhin ist sie nur auf einem Auge vorhanden.

Da ich von Würzburg so abgeschreckt war, suchte ich nach anderen Kliniken. Mir wurde Marburg empfohlen und mit Glück bekam ich sogar zeitnah einen Termin.
Die Klinik ist allein schon viel moderner, die Hilfskräfte und Ärzte waren sehr nett und insgesamt habe ich mich wohler gefühlt.
Zudem wurde festgestellt, das mein rechtes, noch ganzes Auge trübe sei, sich das aber der Oberarzt nochmal anschauen muss. Dieser war leider nicht mehr da, weil ich erst so spät dran gekommen bin.
Jetzt warte ich auf die Folgetermine...

Jedenfalls soll folgende OP durchgeführt werden: 23G PPV, ILM-Peeling + Gas

Ich frage mich jedoch, ob eine Grubenpapille nicht auch behandelt werden kann? Wenn das Ödem ausgeheilt ist, kann doch wieder eins entstehen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie lange darf ich was nicht machen? Arbeite am Computer und da brauche ich Augen und Konzentration...

Das Ganze belastet einen nervlich ganz schön, besonders das Risiko auf eine anschließende NHA (in den folgenden Jahren).

Danke schon mal für jegliche Antworten, Eindrücke und Kommentare hierzu.

Makulaödem bei Grubenpapille

rop @, Donnerstag, 01. März 2018, 00:27 (vor 203 Tagen) @ PloraX

Liebe Plorax ,
Herzlich willkommen im Forum!
Die Grubenpapille ist etwas Angeborenes aus der Embryozeit. Die Zellverbände haben sich nicht richtig geschlossen und die Nervenleitung ist von vermutlich eingeschränkter Qualität.
Wie war die Sehleistung ursprünglich ?
Habe gerade mal einen Springer Link erfasst , demnach wissen die Mediziner keinen Grund , vielleicht einfach noch Schäden drauf wegen Vorschaden? So etwas gibt es auch, wenn sich ein schon behaftetes Auge eine epiretinale Gliose baut.

Wie wäre es mit einer Zweitmeinung?

LG ROP

Makulaödem bei Grubenpapille

PloraX, Freitag, 02. März 2018, 23:44 (vor 201 Tagen) @ rop

Danke für die Antwort, bin nebenbei männlich :)

Da muss man ja richtig Glück haben, so etwas zu bekommen.
Meine Sehleistung links war vorher zuletzt bei 1,25 (mit Brille), so wie mein rechtes Auge aktuell.
Das linke Auge ist jetzt nur noch auf 0,1 - 0,4.
Die Augen unterschieden sich vorher nur um 0,25 Dioptrien.

Auf was war der Springer Link bezogen? Verstehe den Kontext leider nicht.
Welche Schäden bzw. Vorschäden meinst du?

Laut Bildern ist das ein eindeutiges Makulaödem.
Der Oberarzt will sich nochmal OCT Bilder anschauen.

Das ist ja schon die zweite Klinik, kommend vom zweiten Augenarzt.

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