Flimmern/Blitze auch nach Vitrektomie?

Michael74, Donnerstag, 09. September 2021, 20:22 (vor 39 Tagen) @ Doreen1974

Hallo Doreen,

vielen Dank f√ľr deine ausf√ľhrliche und aufschlussreiche Antwort.


dass Dein Auge nicht komplett mit √Ėl gef√ľllt wurde, nehme ich an, liegt an Deiner speziellen Linsensituation. Du hast nur noch einen Linsensack, der wie Du es schreibst wohl noch hinten geschlossen ist, (weil Nachstar), aber vorne offen und nur noch mit Linsenresten.

Das klingt absolut plausibel. Mein Auge ist ca. zu 75 % mit √Ėl gef√ľllt. Die Abl√∂sung war auf der rechten Seite des Auges und wirkte sich auf der linken Seite (nasale Region des Sichtfeldes) aus. Augendruck ist bei √Ėl ja oft ein Thema - auch bei mir. Man will auch unter allen Umst√§nden vermeiden, dass √Ėl in die Vorderkammer kommt! Daher wird das Auge derzeit nicht weit getropft. ich dachte auch, dass man das vielleicht wegen der Bl√§schen macht, aber deine Version macht mehr Sinn.

Das √Ėl ist laut Operateur ein leichteres √Ėl.

Ich vermute derzeit, dass das Flimmern mit dem √Ėl zu tun hat. Durch die Bewegungen scheint es an der Netzhaut und/oder am Linsensack zu "reiben". Manchmal habe ich auch das Gef√ľhl, dass dieser Effekt auch von der Kopfhaltung und somit von der Lage des √Ėls beeinflusst wird. Ich hoffe, dass sich k√∂rpereigenes Kammerwasser anders verh√§lt.

Oh, das ist jetzt aber irgendwie kompliziert geworden, ich hoffe es ist verständlich.

Ja, alles gut :-)


Ich vermute Deine √Ąrzte konnten oder wollten e keine komplette F√ľllung mit √Ėl vornehmen, da das √Ėl ja physikalisch schwerer und tr√§ger als Augenwasser ist und bei Bewegung und auch in Ruhe dann mehr Druck auf diese Grenzschicht zur Vorderkammer ausge√ľbt wird.

Wie gesagt: das klingt plausibel. Hätte ich das bei der Voruntersuchung schon gewusst, hätte ich da fragen können. Wenn ich dran denke, frage ich ihn mal.

Es geht eventuell um eine Mischung, Deine Netzhaut durch das √Ėl anzulegen, aber den Druck des √Ėls zu reduzieren , dass Dir kein √Ėl in die Vorderkammer dringt und Deine Hornhaut angreift. Daher wohl die halbe √Ėlf√ľllung.

Auch das ist wohl richtig. Der Operateur hat zwar nichts davon gesagt, dass das √Ėl die Hornhaut angreifen k√∂nnte, meinte aber, dass √Ėl in der Vorderkammer auch wegen der Entfernung problematisch ist.

Es w√ľrde mich pers√∂nlich interessieren, ob Dir als S√§ugling aufgrund von R√∂teln und grauem Star, oder anderweitig als Kind die Linse entfernt wurde und nur der Kapselsack belassen wurde???

Soweit ich erfahren habe, entfernt man die Linse, das Auge wächst ja noch weiter, so bleiben die Säuglinge/Kinder Linsen-los, bis das Wachstum abgeschlossen ist.

Meine Vorgeschichte ist sehr komplex und w√ľrde den Artikel sprengen. Vielleicht hier einige Stichpunkte: Wegen Kalziummangel mit Grauem Star geboren, welcher erst sp√§t entdeckt wurde. Linse wurde im RA entnommen, im LA scheiterte die OP mehrmals, daher LA blind. Da das RA mein einziges Auge war/ist, wurde jegliche weitere OP vermieden (Kunstlinse). Im Laufe der Zeit bildete sich viel Nachstar und die Pupille ist durch den Druck des Glask√∂rper leicht verzogen und nun so verwachsen, dass sich dies nur schwer korrigieren lie√üe (Operateur riet bei Voruntersuchung davon ab).

Um die Netzhaut operieren zu können, musste ein Teil des Nachstars entfernt und die Linsenkapsel geöffnet werden. Die komplette Entfernung sei schwierig.


Ich weiß nicht, ob es heute schon andere Verfahren gibt, aber an der Tatsache, dass das Auge wächst, hat sich ja nichts geändert.

Meine Augenärztin meinte, dass man das bei Säuglingen heute immer noch so macht.


Falls Du Enegergie und Mu√üe hast, trotz Deiner schwierigen Situation zu schreiben, w√§re es, sehr interessant, zu h√∂ren, wie die √Ąrzte es eingesch√§tzt haben, und was sie Dir zur inkompletten √Ėlf√ľllung gesagt haben.

Mal schauen, wann ich dazu komme. Wird nach der OP einige Wochen dauern.


Ich versuche, ja immer, meine √Ąrzte so gut es geht, zu befragen, wie es eben geht, in der K√ľrze des Arzt-Patienten-Kontaktes.

Ja, das sollte man auch immer tun. Ich notiere mir auch oft zu Hause, was besprochen wurde.


Ich habe mir auf dem Handy eine Vorlese-Funktion eingerichtet, um hier auch längere Nachrichten vorlesen zu lassen.

Ja, in der Zeit, in der man das Lesen vermeiden sollte, ist die Vorlesefunktion der Smartphones/Tablets sehr hilfreich.

Sch√∂ne Gr√ľ√üe

Michael


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