Probleme nach Silikonöl-Entfernung

Armin, (vor 1 Tag, 4 Stunden, 55 Min.)

Liebe Netzis,

gerne würde ich euch um Rat bitten.
Meine 2. Silikonöl-Entfernung auf meinem RA (nach mehreren NHA) fand erst statt, als sich das Öl bereits stark emulsifiziert hatte. Dementsprechend ließ es sich nicht gut entfernen und sorgt nun für Probleme:
- Verstopfung des Kammerwinkels, dadurch Sekundärglaukom wegen hohen Augeninnendrucks
- maximale Tropftherapie mit 4 Wirkstoffen nötig
- viele Silikönbläschen im Sichtfeld und sicherlich noch viel mehr in den "versteckten Bereichen" des Auges

Die Vorderkammer wurde bereits 2x gespült, allerdings wandern nach einer gewissen Zeit immer wieder Ölbläschen aus der Hinterkammer in die Vorderkammer und sorgen dann wieder für einen Verklebung und Druckanstieg.

Meine Fragen an euch:
- Kennt jemand einen Augenarzt/Professor/Operateur, der sich auf diesem Gebiet besonders gut auskennt, oder der generell eine sehr hohe Fachkompetenz hat und hier die beste Lösung finden würde?
- Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht (oder kennt jemanden) und vielleicht einen Tipp für mich?

Ich frage mich natürlich selbst:
- ob eine "große Spülung" (mit Hinterkammer) nicht doch mehr bringen würde als immer nur die Vorderkammer zu spülen (mein Operateur sieht Risiken und meint, dass selbst eine große Spülung nicht alles Öl entfernen wird - andererseits ist es ja auch keine Perspektive, noch 25x die Vorderkammer zu spülen, lebenslang (ich bin jetzt 34) so viel zu tropfen und das Öl einfach zu ignorieren, bis es eben wieder Probleme macht - oder doch?

- ob es sich um einen Behandlungsfehler handelte, das Öl so lange im Auge zu belassen bzw. nicht gegen Neues auszutauschen, bevor es so sehr emulsifizierte (der Schaum war am Ende mit bloßem Auge oben an der Iris zu erkennen), oder ob das "Ansichtssache" ist und der Netzhaut-Schutz immer Vorrang hat. Ist von außen natürlich schwer zu beurteilen, und ich frage mich auch, ob es das überhaupt Wert wäre, da Zeit und Kraft in diese Frage zu stecken; andererseits hätte man das sicher auch geschickter lösen und vielleicht die jetzigen Probleme vermeiden können ... (Das Öl war 14 Monate im Auge; bei jüngeren Patienten emulsifiziert es deutlich schneller als bei Älteren. Der Druck stieg bereits nach ca. 10-11 Monaten an.)

Ich bin dankbar für jeden Tipp und jede Meinung.
Liebe Grüße
Armin

Probleme nach Silikonöl-Entfernung

kera98, (vor 23 Stunden, 28 Minuten) @ Armin

Hallo Armin,

ich hatte mein Öl ebenfalls sehr lange und es war auch stark emulsifiziert.Mir wurde gesagt, dass es unmöglich ist, es wieder 100%ig zu entfernen. Ich habe zwei weitere Vitrektomien benötigt (wobei jedes Mal quasi "hinten" gespült wurde), bis es einigermaßen raus war. Aber ich habe immer noch Ölbläschen im Sichtbereich.

Viele Grüße
Lore

Probleme nach Silikonöl-Entfernung

Ibis, (vor 23 Stunden, 16 Minuten) @ Armin

Ich hatte schweres Öl drin, circa 5 Monate, und es begann zu emulsifizieren. Wurde grade abgelassen und beide Kammern mehrfach gespült. Die Trokare hierzu waren gefühlt deutlich dicker als für die Vitrektomie davor.

Toi toi toi, bisher ist der Druck bei 14 ohne Tropfen. Aber ich sehe sowohl schwarze als auch durchsichtige Floater, wohl Blut und Öl.

Ist denn bei dir nur die Vorderkammer gespült worden, oder das gesamte Auge?

Probleme nach Silikonöl-Entfernung

Landgrafschaft, (vor 21 Stunden, 35 Minuten) @ Armin

Hallo Armin.

Ich habe (noch) nicht verstanden, aus welchem Grund D u selbst nicht zu einem
früheren Zeitpunkt um die Entfernung des Öls gebeten hast. Oder --- aus meiner Sicht
noch besser wäre es gewesen, die Entfernung des Öls zu fordern.

Gruß, Landei

Probleme nach Silikonöl-Entfernung

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 18 Stunden, 59 Minuten) @ Armin

Lieber Armin,

das, was du beschreibst, ist leider eine bekannte – wenn auch sehr belastende – Problematik nach Silikonöl.

Dass sich das Öl mit der Zeit emulgiert (in viele kleine Bläschen zerfällt) und dann in die Vorderkammer wandert, den Kammerwinkel verlegt und den Druck steigen lässt kommt leider vor, gerade wenn das Öl länger im Auge war.

Zu deinen Gedanken:
Eine „größere“ Spülung bzw. erneute Vitrektomie wird immer sehr individuell abgewogen.
Auch damit lässt sich das Öl oft nicht vollständig entfernen, und jeder Eingriff bringt wieder Risiken für die Netzhaut mit sich.

Dass immer wieder Bläschen nach vorne wandern, kennen einige Betroffene – das kann leider ein längerer Verlauf sein.
Die Frage nach einem Behandlungsfehler würde ich sehr vorsichtig sehen. Häufig wird das Öl bewusst länger belassen, um die Netzhaut zu stabilisieren. Dass es dabei zur Emulgation kommt, ist ein bekanntes Risiko.

Was ich dir auf jeden Fall empfehlen würde, ist eine Zweitmeinung in einer spezialisierten Netzhautklinik, ggf. auch mit Blick auf die Glaukomproblematik.

Wenn du magst, kannst du mich auch gern direkt anschreiben – ich kann dir ein paar Anlaufstellen nennen.

Liebe Grüße
Katharina

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Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

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