OP angesetzt für PPV und "Makula Buckel", wer kennt das?

Claudia2480, (vor 10 Stunden, 28 Minuten) @ KAtharina

Liebe Katharina, erst einmal tut es überhaupt gut verstanden zu werden.
Meine Grunderkrankung ist eine AMD, Feuchtform, diese habe ich seit über 10 Jahren. Ich habe immer sofort gemerkt wenn ich feucht war und mein Augenarzt hat immer dafür gesorgt dass ich spätestens 1 Woche später gespritzt wurde. Wir sind nach einer ersten 3er Serie dann dazu übergegangen, dass wir nur noch gespritzt hatten wenn ich nachweislich eingeblutet hatte, 1 Spritze. Es waren 5 echt ätzende Jahre...dann war ich trocken, 5 Jahre nichts, gar nichts. Letztes Jahr hatte ich durch einen Umzug der sehr stressig war (so meine Theorie) erst eine Einblutung links, da sagte ich schon, rechts ist auch nicht stabil, 4 Wochen später Einblutung rechts. Je 1 Spritze, nun wieder 1 Jahr komplett trocken
Erst hatte ich eine Retinoschisis links, dieses Auge war das Problemkind, Visus 60%, rechts 90-100%
Dann hat sich der Befund komplett gedreht, die Schisis hat sich links selbständig fast komplett zurückgebildet, ich sehe 90%, alles klar umd scharf.
Rechts, das gute Auge, hat schlagartig und rasant angefangen sich zu verschlechtern, auch Schisis und gleichzeitig epidurale Gliose. Man konnte praktisch zusehen wie die Sehkraft von Kontrolle zu Kontrolle schlechter wurde, die Schisis zeigte sich aber dennoch stabil, Sehkraft 60%, manchmal nur 50%, tagesformabhängig. Alles ein Befund wo man sagte engmaschig kontrollieren.
Dann war ich Ende August hatte ich dann nachts schon das Gefühl "es stimmt was nicht", man kennt ja sich und sein Leiden mittlerweile bestens. Mein Gefühl war bei geschlossenen Augen "wie ein Licht im Auge aufflammen zu sehen", kurz dann wieder weg. Kein Blitz, das ist komplett anders, den hatte ich bei der Glaskörperablösung gesehen. Mittags war dann plötzlich dieser schwarze Fleck im Sichtfeld, er wurde aber wieder heller. Ich wusste, dass ist keine Blutung, konnte es aber nicht zuordnen. Tags drauf dann Sehkraft nur noch 20%, da kam ich dann als Notfall ins Krankenhaus, Augenarzt sagte, die operieren heute noch.
Wir haben hier im Saarland die größte Klinik für Netzhautchirurgie in Deutschland und die sagten mir, OP planbar. Ich bin selbst aus der Medizin, aber nach über 6 Stunden in der Notaufnahme war auch ich nicht mehr ganz aufnahmefähig
Man sagte mir nur, sie machen PPV und bauen einen Makulabuckel ein, keiner hat mir das Warum erklärt, Risiken schon gar nicht. Alles was ich weiss habe ich mir versucht selbst zusammen zu tragen.
Um die Frage zu beantworten: nein, es gibt kein Makulaloch, kein Riss und die Netzhaut ist dran.
Mein Augenarzt kennt das Verfahren absolut nicht, in der Klinik erreichen wir den Operateur nicht damit die beiden mal kommunizieren können. Mein Augenarzt sagt halt er kennt die alten eindellenden Verfahren mit Plombe und Band, habe Für und Wider, meine OP beschreibt er als absolut exotisch. Er meint, die sollen die PPV machen und gut ist und ich wehre mich weiterhin gegen einen Fremdkörper. Die Foveoschisis nimmt stark zu bei jeder Kontrolle und er sagt, wir müssen definitiv PPV machen.
Ich überlege, ob ich nicht mit meinen 40% bei denen sich die Sekkraft eingependelt hat, denn ich habe einfach Angst, dass mir die Netzhaut abgeht wenn die Gliose abgetragen wird, es heisst doch 10% passiert das...Also ist meine Überlegung gerade, leb damit und wenn die Netzhaut abgeht müssen sie eh ran. Hier sagt dann mein Augenarzt dann wäre es aber eine Not OP und das will ich erst recht nicht.

Es ist gerade einfach etwas bescheiden für mich, ich weiss dass meine PPV mit Abtragung der Gliose bei Foveoschisis schon schwierig genug wird. Ich wünschte, ich würde meine Erkrankung etwas weniger kennen und einfach nur Ja sagen können...


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