Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

JimmyAC, (vor 66 Tagen)

Guten Morgen
Ich hatte vor knapp 2,5 Jahren eine Netzhaut OP
(PPV) mit Erfolg bis heute alles im grünen Bereich
Letzte Untersuchung mit oct war in diesem Jahr im März auch alles top
Ich bin im ersten Jahr alle 3 Monate zur Untersuchung gegangen danach
alle 6 Monate . Jetzt wollte ich wieder nächstes Jahr im März gehen also 1x jährlich.
Wollte mal eure Meinung dazu hören. Und ich habe gelesen das viele lichtphänomene haben
Beim Wechseln von hell zu Dunkel bei mir ist es da und dort immer noch so was kann man dagegen machen
Irgendwelche Tipps?

Danke

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 66 Tagen) @ JimmyAC

Guten Morgen,
deine Kontrollintervalle klingen absolut sinnvoll.
Nach einer PPV macht man im ersten Jahr engmaschige Kontrollen, danach reichen bei stabilen Befunden alle 6–12 Monate völlig aus.
Wenn dein OCT im März unauffällig war und du seitdem keine neuen Symptome hast, ist einmal jährlich absolut in Ordnung.

Zu den Lichtphänomenen, Du hast ja sicher gesehen dass gerade jetzt im Herbst viele davon berichten.
Das, was du beschreibst – Flackern beim Wechsel von hell zu dunkel – haben sehr viele nach einer Netzhautablösung.
Die operierte Netzhaut bleibt einfach empfindlicher, besonders bei:
- abrupter Helligkeitsänderung
- Müdigkeit
- trockenen Augen
- Bildschirmarbeit
- Stress
Das ist also nichts Ungewöhnliches, solange keine neuen Blitze im Dunkeln, kein Schatten oder kein Vorhang dazukommen.
Was vielen hilft:
- Augen langsam an Dunkelheit gewöhnen
- Augen befeuchten (v. a. nach Bildschirmzeit)
- warme Lichtquellen am Abend
- regelmäßige Pausen
- Stress reduzieren (macht einen riesigen Unterschied!)

Und ein persönlicher Tipp von mir:
Ich selbst merke die Lichtphänomene deutlich weniger, wenn ich die Netzhaut gut „ernähre“.
Bei mir hilft z. B. Nahrungsergänzungsmittel mit Lutein & Zeaxanthin, Astaxanthin oder 100 % Heidelbeersaft oder Blaubeeren.

Das ist natürlich kein Ersatz für Kontrollen, aber viele berichten, dass die Phänomene damit weniger störend sind – gerade beim Wechsel von hell zu dunkel.

Liebe Grüße
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

JimmyAC, (vor 66 Tagen) @ KAtharina

Hallo KAtharina

Danke für die Antwort und die Tipps

Ja das mit den lichtphänomenen habe ich schon
Sehr lange manchmal flackern oder ein Lichtbogen bzw
Eine Kugel die runter rollen tut auf der Seite wo die Ablösung war
Ja im März die Kontrolle war gut oct auch .

Werde jetzt wieder Februar bzw März nächstes Jahr einen Termin vereinbaren

Danke

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

Britta4, (vor 64 Tagen) @ KAtharina

Ihr Lieben, ich habe eine Frage bzgl Schatten.
Meine Netzhautablösung war 2022, das Öl wurde nach ein paar Monaten wieder gezogen, dann folgte eine Graue-Star-OP und diesen September wurde ich gelasert, da sich ein Nachstar gebildet hatte.
Bei jeder kleinsten Veränderung, die ich wahrnehme, bekomme ich Panik.
Ich habe immer wieder Lichtphänomene, Kugeln, Flimmern, wenn ich vom Hellen ins Dunkel wechsele, die ich wahrnehme und nach einem langen Tag vor dem PC ist es noch intensiver. Überhaupt ist mein Auge sehr empfindlich.
Damals, bevor die Ablösung diagnostiziert wurde, hatte ich einen schwarzen Halbmond am unteren Augenlid und da hab ich auch nichts gesehen, wenn ich mein "gesundes" Auge zugekniffen habe und nur mit dem NHA- Auge versucht habe zu sehen.
Aktuell habe ich sehr viel Stress im Geschäft und auch privat,- vor allem Psychostress.
Wenn ich jetzt früh morgens zur Arbeit fahre und mich entgegenkommende Fahrzeuge mega blenden, dann nehme ich dieses Dunkle am unteren Lid wahr. Es hängt mit hell und dunkel zusammen.
Das macht mir Angst.
Kennt Ihr das auch?
Da, wo die Ablösung war, bleibt die Empfindlichkeit und Sensibilität?
Ich danke euch fürs Lesen meiner Sorgen und Wahrnehmungen und hoffe, Ihr könnt mich auch ein weiteres mal beruhigen.
Liebe Grüße Britta

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 64 Tagen) @ Britta4

Liebe Britta,

ja – so etwas kennen sehr viele von uns, und das, was du beschreibst, passt sehr gut zu den typischen Langzeit-Wahrnehmungen nach einer Netzhautablösung, besonders wenn mehrere Eingriffe erfolgt sind (Öl, Star-OP, Nachstar-Laser).

Ich gehe kurz auf deine Punkte ein:

1. Das „dunkle Feld“ unten beim Wechsel von hell nach dunkel
Das ist sehr häufig bei bereits operierten Stellen. Die Region ist dauerhaft empfindlicher, und bei Blendung oder abruptem Helligkeitswechsel kann diese Zone dunkler erscheinen oder sich wie ein „Schatten“ anfühlen.
Wichtig: Ein echter neuer „Halbmond“ oder „Vorhang“ würde nicht nur bei Gegenlicht auftreten, sondern dauerhaft und unabhängig von der Situation.

2. Flimmern, kleine Kugeln, Lichtpunkte beim Übergang hell → dunkel
Auch das ist ein Klassiker: Die Netzhaut reagiert nach OPs extrem auf Kontrastwechsel.
Nach einem langen PC-Tag noch mehr – weil die Retina und der Sehnerv dann einfach „überreizt“ sind.

3. Stress verstärkt alles
Das ist kein Spruch, sondern neurobiologisch erklärbar: Bei Stress steigt die Reizempfindlichkeit der Netzhaut, die Durchblutung verändert sich minimal, und Wahrnehmungen, die sonst kaum auffallen, wirken auf einmal bedrohlich.

Viele berichten - wenn man unter Druck steht, „sieht“ man viel mehr – nicht, weil etwas passiert, sondern weil die Aufmerksamkeit extrem hochfährt.

4. Ja – an der Stelle der alten Ablösung bleibt das Auge lebenslang sensibler.
Nicht gefährdet – aber eben empfindlicher.
Viele beschreiben genau das gleiche wie du:
• untere Randzone „meldet sich“
• besonders morgens oder abends
• besonders nach Blendung
• besonders in Stressphasen

5. Was beruhigen kann:
• Wenn die Netzhaut wirklich wieder abheben würde, könntest du das gesunde Auge schließen und würdest sofort merken, dass etwas massiv fehlt.
• Deine Beschreibung passt nicht zum Muster einer neuen Ablösung.
• Du hattest dieses Phänomen offenbar schon öfter – und es blieb immer stabil.

Kurz gesagt:
das kennen viele, die Stelle bleibt sensibel.
Und für mich klingt das nicht nach einer neuen Gefahr.
Stress + PC + Dunkelheit verstärken solche Wahrnehmungen massiv.
Mir hilft da Meditieren.

Du machst also nichts „falsch“ – dein Auge reagiert einfach an einer alten, empfindlichen Zone.

Liebe Grüße
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

JimmyAC, (vor 18 Tagen) @ KAtharina

Hallo KAtharina

Vielen Dank für die Antworten und wertvollen Informationen
Was ich dich noch fragen wollte ist ich habe manchmal wenn ich mein op Auge
Schließe ein Flimmern Flackern . Ich muss auch sagen das ich noch meine Linse habe
Leicht getrübt . Ist das normal? Kann es sein das es von der Linse kommt wegen lichtbrechung ?ich
Habe im Februar den Kontrolltermin mache mir jedoch immer Sorgen . Blitze etc. Habe ich nicht Sehkraft ist noch das gleiche
Teste anhand sehtafel die ich mir gekauft hatte

Gruß Jimmy

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 16 Tagen) @ JimmyAC

Lieber Jimmy,
das, was du beschreibst, ist gut erklärbar und nichts ungewöhnliches.
Flimmern / Flackern bei geschlossenem OP-Auge ist erst einmal irritierend, aber tatsächlich sehr häufig nach Netzhaut-OPs, auch noch Monate oder Jahre später.
Das Auge ist auch bei geschlossenen Lidern nicht „aus“.
Die Netzhaut und vor allem das Gehirn produzieren weiterhin visuelle Signale, nach einer OP ist dieses System oft überempfindlich.
Dieses Flimmern bei geschlossenen Augen ist kein typisches Warnzeichen für eine neue Ablösung.

Eine leicht getrübte eigene Linse (beginnender Katarakt) kann das Licht anders brechen, Kontraste verfälschen und diffuse Lichtreize erzeugen auch dann, wenn das Auge geschlossen ist oder wenig Licht da ist. Das Gehirn versucht dann, aus „unsauberem Input“ ein Bild zu machen – und das äußert sich als Flimmern, unruhige Muster, kurze Lichtphänomene ohne klare Blitze.

Deine Sehtafel zu Hause zu nutzen ist okay – aber bitte nicht mehrmals täglich. Das verstärkt sonst genau die Unsicherheit, die das visuelle System zusätzlich stresst.

Liebe Grüße
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

mojoh, (vor 66 Tagen) @ JimmyAC

Hallo Jimmy,

die Intervalle sind absolut in Ordnung. Mir selbst ist es ebenso ergangen. Inzwischen bin ich nach 4 Jahren auch bei jährlichen Kontrollen.

Lichtphänomene habe ich immer wieder mal. Anfangs haben sie mich sehr verunsichert. Aber nach vielen Kontrollen (ohne diesbezüglichen Befund) sehe ich das gelassener, wenn es mal wieder "blitzt".


mojoh

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

DaQui13, (vor 65 Tagen) @ JimmyAC

Hallo JimmyAC,

mir geht es auch so. Meine Ablösung und 1. OP (von insgesamt 3) war am 30.06.25. Es huscht immer wieder ein Lichtbogen durch das Auge. Vor allem, wenn es dunkel ist oder beim Wechsel von hell zu dunkel, Augen schließen usw.
Ansonsten flimmert es am unteren Lidrand - gerade wenn es hell ist. So als wenn Sonne auf das Wasser scheint und das dann so flimmert. Genau so lässt es sich beschreiben. Das soll wohl die Laserlinie sein lt. Augenärztin.
Ich finde das sehr nervig. Aber auch bei mir war bei der letzten Untersuchung im Oktober alles in Ordnung und ich muss erst wieder im März hin zur Kontrolle.
Leider mache ich mich auch manchmal echt verrückt. Zumal nun ne größere Glaskörpertrübung am linken Auge entstand. Ich dachte direkt, es sei wieder was Schlimmes. Aber auch da Entwarnung.
Die Untersuchungen waren bei mir anfangs sehr engmaschig alle paar Tage, dann 3 Wochen, 6 Wochen und nun 6 Monate. Sollte zwischenzeitlich etwas sein, soll ich sofort vorbei kommen.
So lange bei dir alles in Ordnung ist und keine Blitze, Schatten oder Rußregen kommt, ist das doch erst mal ok.
Tipps habe ich leider keine. Befolge aber auch die Einnahme von Lutein, Zeaxanthin, Zink, Omega3 usw. Hoffe sehr auf Besserung. Drücke dir die Daumen.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

JimmyAC, (vor 64 Tagen) @ DaQui13

Hallo an Alle 😊
Danke für die Antworten. Das beruhigt mich sehr .
Und vielen Dank für die Admins für die Errichtung solch eines Forums
Wo man seine Probleme oder Erfahrungen teilen kann und auch Hilfe bekommt

Gruß Jimmy

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 63 Tagen) @ JimmyAC

Lieber Jimmy,

sehr gern – und schön, dass dir die Antworten weiterhelfen!
Genau dafür ist das Forum da: damit man mit all diesen Wahrnehmungen nicht allein ist und sich gegenseitig ein Stück Sicherheit zurückgeben kann.

Alles Gute weiterhin für deine Augen,
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

Triarugger, (vor 56 Tagen) @ KAtharina

Moin,
ich schließe mich hier mal an (PPV,. Cerclage und Kryo 2011, Star 2024, Glaskörperreste lösten sich im Märy 2025, neuerliches Loch vor drei Wochen, zweimal gelasert).

Ich kann es verstehen. Momentan viel Stress, die Dunkelheit, viel Bildschirmarbeit und dann der Stress durch jedes neue Blitzen. Momentan habe ich viele Photopsien und schaffe es aber auch nur (mental) eine Woche ruhig zu bleiben bevor ich wieder Panik bekomme. Schon klar, das meiste davon läuft im Kopf ab (Meditation hilft, aber momentan bin ich wieder so unruhig, das selbst das nicht hilft), aber irgendwie ist es auch schwierig abzuschätzen, was eine "normale" Photopsie ist und was gefährlich ist (finde ich).

Gruesse aus Helsinki,

Christoph

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 53 Tagen) @ Triarugger
bearbeitet von KAtharina,

Lieber Christoph,

das, was du beschreibst, kennen sehr viele von uns – und gerade nach mehreren Eingriffen (PPV, Cerclage, Kryo, Lasern) reagiert die Netzhaut empfindlicher als ein „gesundes“ Auge.
Das ist nicht gefährlich, aber es ist belastend.
Photopsien können auch viele Jahre nach den OPs auftreten.

Besonders wenn:
• Glaskörperreste sich weiter lösen
• die Jahreszeit dunkel ist
• viel Bildschirmarbeit dazu kommt
• Stress hoch ist (und du erwähnst ja gerade eine volle Packung davon)
• die Aufmerksamkeit extrem geschärft ist

Das Zusammenspiel dieser Faktoren verstärkt jedes Flackern.

Ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen:

Der Kopf macht 80 % der Dramatik.
Nicht im Sinne von „eingebildet“, sondern weil:
• das Gehirn nach einer NHA hypervigilant wird
• jede Wahrnehmung sofort bewertet wird („Gefahr oder nicht?“)
• Stress das System zusätzlich hochzieht
• man in der Dunkelheit ohnehin mehr Phosphene sieht

Es ist absolut nachvollziehbar, dass du da gedanklich keine Ruhe findest.

Gleichzeitig gilt: Photopsie ist nicht gleich Photopsie.

Es gibt die harmlosen:
• kurze, punktförmige Lichtchen
• beim Blickwechsel
• nach langem Bildschirmtag
• bei Dunkelheit
• seit Jahren unverändert

Und es gibt die „Achtung, kontrollieren lassen“-Varianten:
• neue Lichtblitze
• zunehmend stärker
• einseitig lokalisiert und immer an derselben Stelle
• begleitet von Schatten, Vorhang, Rußregen

Du beschreibst aber nur Photopsien – ohne neue Ausfälle, ohne Schatten.
Das passt zu einer gereizten, aber stabilen Netzhaut.

Dass Meditation gerade nicht hilft, ist normal.
Wenn das Nervensystem überlastet ist, wirkt Meditation erst wieder, wenn man einen Schritt weiter unten ansetzt – zum Beispiel:
• Körperübungen
• Atmung
• Wärme
• Licht
• Spaziergang
• weniger Bildschirm
• Schlaf

Meditation funktioniert erst wieder, wenn der Stresspegel etwas gesunken ist.

Nach einer Netzhautablösung ist das sympathische Nervensystem oft überaktiv.
Wenn jemand noch im Stressmodus versucht zu meditieren, funktioniert das Nervensystem schlicht nicht so, wie Meditation es bräuchte.
Deswegen würde ich immer davor Bewegung empfehlen – 5–10 Minuten reichen schon.
Dadurch geht:
• Muskelspannung runter
• Cortisol runter
• Atmung wird tiefer
• Nervensystem regulierter
• Wahrnehmung ruhiger

Versuch es doch mal, ich bin gespannt ob es hilft.
Gerne kannst du auf Instagram vorbei schauen: https://www.instagram.com/visionundvisus
Hier teile ich Impulse und Inhalte zu Mediation und Augen.
An der entsprechenden Website zum Thema Augen-Stress-Meditation arbeite ich noch.

Dein Muster („eine Woche Ruhe, dann Panik“) ist typisch für Netzis.
Viele berichten genau das gleiche.
Es ist ein psychologisches Muster aus:

„Alles ist gut“ → „Kleines Zeichen“ → „Was, wenn wieder…?“ → „Kontrolle verloren“
Und jedes erneute Loch oder Laser-Eingriff triggert das System.

Medizinisch entscheidend ist nur eines:
Solange du keinen neuen Schatten, keinen Vorhang und keine Rußpunkte siehst, spricht bisher nichts für eine neue Ablösung.
Der Rest sind belastende, aber harmlose Wahrnehmungen einer empfindlichen Netzhaut.

Liebe Grüße und einen entspannten 2. Advent!
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

Triarugger, (vor 52 Tagen) @ KAtharina

Liebe Katharina,


erst einmal: vielen lieben Dank für Deinen langen und ausführlichen Beitrag, der sehr beruhigt und es ist wohltuend zu lesen,das man nicht alleine ist. Ich bin nun seit 2011 regelmässig bei Augenärzten (in unterschiedlichen Ländern) und noch nie hat ein Arzt das so gut erklärt wie Du.

Das der Kopf 80% der Dramatik macht, kann ich nachvollziehen - aber wie Du richtig schreibst, den Kopf abzustellen, das ist eigentlich das Schwierige (und die Kunst!).

Ich musste lediglich bei der Erwähnung von "Licht" schmunzeln - in Finland um diese Jahreszeit mehr als Mangelware.... Wie haltet ihr es mit Tageslichtlampen? Meine Ärzte sagen, das dies kein Problem sein sollte, aber das sagt man vom Fliegen auch und viele Effekte sind bei mir während oder nach Flügen aufgetreten (oder große Höhe).

Ich werde das mit Körperübungen und Atmung mal probieren. Das ist eien gute Idee und ich muss den Stress reduzieren, aber das habe ich nur selber in der Hand.

Danke Dir nochmal und schöne und ruhige (und helle) Adventsfeiertage!

Christoph

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 52 Tagen) @ Triarugger

Lieber Christoph,

deine Rückmeldung freut mich wirklich sehr – vielen Dank!
Wenn jemand, der seit 2011 quer durch verschiedene Länder augenärztlich betreut wurde, sagt, dass ihn eine Erklärung endlich abholt, dann bedeutet mir das viel. Vielleicht bekomme ich ja irgendwann die Ehrendoktorwürde 😂
Und ja: Der Kopf ist oft 80 % des Problems… und leider 0 % leicht auszuschalten.

Ich denke viele Augenärzte können sich zum Einen nicht in die Lage des Betroffenen versetzen, zum Anderen lassen sie den psychischen Aspekt außen vor.
Ich habe hier seit über 20 Jahren fast jeden Tag mit solchen Themen zu tun und bin selbst betroffen.,viele Dinge kenne ich von mir selber.

Zum Thema Finnland, Dunkelheit & Tageslichtlampen
Tageslicht in Finland um diese Jahreszeit, das funktioniert nicht so gut…
Tageslichtlampen sind tatsächlich eher unproblematisch für das Auge, solange es sich um eine zertifizierte Lampe mit maximal 10.000 Lux und indirekter Anwendung (nicht frontal ins Auge starren) handelt.
Was viele nicht wissen, das Auge reagiert bei Lichtmangel nicht nur psychisch, sondern auch physiologisch empfindlicher.
Weniger Umgebungslicht → Pupille weiter → Netzhaut „aufgedreht“ → Photopsien wirken stärker und häufiger.
Das heißt, gerade bei euch im Norden ist eine Tageslichtlampe eher hilfreich als riskant.

Thema Flüge & große Höhe
Du hast absolut recht. Auch wenn „völlig unproblematisch“ gesagt wird, reagieren manche Augen sensibel auf:
• Druckschwankungen
• trockene Kabinenluft
• langes Starren auf Monitore während des Fluges
• Stress durch Reisen an sich

Das muss nicht gefährlich sein, kann aber die typischen Lichtphänomene verstärken.
Du kennst dein Auge inzwischen so gut, dass du die richtigen Vorsichtsmaßnahmen ohnehin schon verinnerlicht hast.
Ich hatte 2 mal direkt nach dem Flug eine Netzhautablösung, und habe mich danach über 20 Jahre nicht mehr getraut zu Fliegen.

Körperübungen & Atmung = Große Empfehlung!
Wenn der Sympathikus (Stressmodus) aktiv ist, feuern die visuellen Zentren auch unnötig Signale – daher wirken Licht- und Flimmereffekte plötzlich bedrohlicher.
Sobald der Körper runterkommt, sortiert das Gehirn die Signale wieder anders ein. Es klingt simpel, ist aber hochwirksam.

Du hast das in der Hand, nicht alles – aber vieles.
Und allein die Tatsache, dass du reflektierst, beobachtest, Strategien ausprobierst, zeigt, wie gut du mit der Situation umgehst.

Ich wünsche dir ebenfalls ruhige, helle, finnisch-winterliche Adventstage – vielleicht sogar mit etwas echtem Licht, und ohne Flimmern.

Liebe Grüße
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

Triarugger, (vor 51 Tagen) @ KAtharina

Liebe Katharina,

gerne, ich bin nur leider im falschen Fachgebiet...... Aber ja, das kann ich bestätigen. Viele Augenärzte können nicht nachvollziehen was man sieht und manchmal fehtl vielleicht auch ein bisschen Empathie dazu (...ist halt so....). Aber vielleicht braucht man das als Arzt auch um sich selbst zu schützen.

Das mit dem Lichtmangel wusste ich tatsächlich ist, erklärt aber warum es im Sommer grundsätzlich besser wird. Ach, was man nicht alles dazu lernt und soviel logisches. Auf jeden Fall bin ich jetzt erst einmal wieder ein bisschen ruhiger. Das tut gut.

Ich werde berichten, wie es wird und wie es sich weiter entwickelt - zumal wieder ein (kurzer) Flug ansteht!

Dankeschön. Dunkel ist es, aber wenn die Sonne um die Jahreszeit scheint, dann ist es wunderschön!

Christoph

Kontroll Intervalle und Lichtphänomene

Britta4, (vor 8 Tagen) @ KAtharina

Hallo, Ihr Lieben

Ich bin zur Zeit auch wieder etwas in Panik.
Deshalb meine Frage an euch:
Ich hab ein "Netzhaut-operiertes Auge" und ein "gesundes Auge"
Habt Ihr auch die Erfahrung gemacht, dass das gesunde Auge irritiert sein kann, oder überlastet? Ich sorge mich.
Danke für eure Antworten.
Liebe Grüße Britta

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