Wie durch einen Nebel sehen nach NHA

Andre, (vor 5 Tagen)

Bin neu hier im Forum und so Dankbar das es so etwas überhaupt gibt. Zu meiner Person. Ich bin 70 Jahre und seit meiner Kindheit Kurzsichtig, angefangen mit ca.2 und im Laufe der Zeit auf 7 Dioptrien gekommen. Schlieren und Punkte im Sichtfeld hatte ich schon immer, habe darum auch keine großen Gedanken gemacht wie zwei neue Punkte im rechten Auge aufgetreten sind zumal ich eh vier Wochen einen AA Termin hatte. Vor 14 Tagen kam es ziemlich fix zu einem dunken Fleck der sich dann immer weiter nach oben verschob bis fast alles dunkel wurde. Wochenende und Winterwetter am Samstagabend, ab in die nächste Augenklinik. Netzhaut von abgelöst, Makula unterspült. Bin dort geblieben auch wenn man eine OP erst Montag machen konnte. Die OP Montags ist gut verlaufen, die zwei Löcher im oberen Bereich konnten geschlossen werden, eine Linse mit -2 wurde eingesetzt und ich bekam eine Gastamponade. Nach der OP musste ich in 45° Grad Rückenlage liegen. Entlasungsbefund am Mittwoch Netzhaut zirkulär anliegend, usw. Standart verhaltensmaßregeln nach Gasfüllung, nicht Fliegen, Anstrenungen wie heben, tragen usw vermeiden und schonen. Am nächsten Tag zum AA, der auch soweit zufrieden war. Nach fünf Tagen wieder zum AA, mittlerweile war die Gasblase mittig in der Pupille angekommen. Sehen konnte ich damit jetzt nicht viel. Außerdem war er unzufrieden damit das ich nicht in Bauchlage liegen und bzw. immer mit dem Kopf nach unten durch die Welt laufe. Also schon unterschiedliche Ansichten wie, was von mir zu machen sei.
Ich hab mich dann für Tagsüber nach unten schauen und Nachts "normal" schlafen entschieden. Ich geh halt davon aus die Ärzte in der Klinik wissen was sie tun und anordnen, zumal sie die OP gemacht haben.
Soweit die Vorgeschichte. Jetzt die eigentliche Frage, mittlerweile ist die Blase auf etwa ein viertel runter und ich schau durch den Glaskörper. Es sieht aus wie wenn man alles durch eine Nebelwand sieht. Wird sich das noch ändern? Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht?

Wie durch einen Nebel sehen nach NHA

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 5 Tagen) @ Andre

Lieber Andre,
herzlich Willkommen bei uns.

Das Sehen wie durch Nebel in deiner Situation ist sehr häufig.

Wichtig zur Einordnung, Du hast keinen normalen Glaskörper mehr. Nach der Vitrektomie ist der Glaskörper entfernt und wird durch Flüssigkeit/Gas ersetzt.
Das allein verändert die Bildqualität deutlich.
Die Makula war betroffen. Nach einer Makula-Unterspülung braucht das Sehen oft Wochen bis Monate, um sich zu erholen.
Solange noch Gas im Auge ist, ist nebliges, milchiges Sehen ganz typisch.
Auch die neue Kunstlinse und die frische OP tragen zur Unsicherheit des Sehens bei.

Kurz gesagt, das kann sich noch bessern – aber das braucht Zeit.
Zwei Wochen nach OP ist viel zu wenig Zeit für dein Auge zum Heilen. Man geht von ca. 12 Wochen aus.

Alles Gute für den weiteren Verlauf,
Katharina

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum