Gliose nach Netzhautablösung
Hallo,
das Wort Gliose klingt erst einmal beunruhigend, vor allem wenn man innerlich dachte, die Netzhautablösung sei nun endgültig überstanden.
Deine Gliose kann sehr gut mit der Netzhautablösung und den damaligen Operationen (Cerclage, Vitrektomie) zusammenhängen.
Dabei handelt es sich meist um eine reaktive Veränderung bzw. Narbenbildung der Netzhaut, die sich häufig erst Monate oder sogar über ein Jahr nach der OP entwickelt und dann im OCT sichtbar wird.
Das ist kein ungewöhnlicher Verlauf.
Ein ganz wichtiger und sehr positiver Punkt ist dein aktueller Visus von nahezu 100 %.
Das zeigt, dass die Gliose derzeit keinen relevanten Einfluss auf deine Sehfunktion hat. In vielen Fällen bleibt eine solche Veränderung stabil und muss lediglich regelmäßig kontrolliert werden.
In der Regel wird nur dann weiter eingegriffen, wenn es zu einer deutlichen Verschlechterung des Sehens oder zu störenden Verzerrungen kommt. Solange dein Sehen gut ist, besteht meist kein akuter Handlungsbedarf, sondern lediglich Beobachtung.
Sprich bei den nächsten Kontrollen ruhig gezielt an ob es sich um eine epiretinale Gliose handelt, ob aktuell Zug auf die Makula besteht und in welchen Abständen Kontrollen sinnvoll sind
Du hast schon sehr viel geschafft – und dein jetziger Befund spricht eher für einen späten Heilungs- bzw. Umbauprozess als für einen Rückschritt.
Alles Gute für dich,
Katharina
--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.