Depression nach Netzhaut-OP

LarissaT, (vor 7 Stunden, 1 Minuten)

Hallo zusammen! Ich bin leider nach meiner zweifacher Netzhaut-Op vor 5 Wochen in eine richtige Depression abgerutscht. Zum einen war es sehr schlimm für mich, als ich gemerkt habe, dass die zweite OP einen irreparablen Gesichtsfeldverlust in der Peripherie zurückgelassen hat, der neben der Schläfe sehr dicht ans Auge heranreicht. Der eigentliche Zusammenbruch kam dann am letzten Montag, ausgerechnet als der Arzt mir verkündet hat, dass das Rückfallrisiko nun extrem gesunken ist und ich wieder alles machen darf (inklusive reiten). Das Kontrollintervall wurde auch verlängert. Das Problem: Im Alltag funktioniert mein Auge überhaupt. Das liegt vermutlich vor allem an meiner großen, starren Pupille und dem Nachstar, denn mit einer selbst gebastelten Lochblende kann ich recht scharf sehen und könnte damit auch lesen. Aber so sehe ich weder in der Nähe noch in der Ferne scharf, alles ist verschmiert, grau und irgendwie verzogen. Weil ein großer Astigmatismus gemessen wurde, hatte ich die Hoffnung, dass mir ein Optiker helfen kann, aber die Verbesserung war bescheiden.
Mich belastet, dass ich für die Ärzte offensichtlich vorerst austherapiert bin, aber im Alltag keinerlei Verbesserung spüre. Mir geht es extrem schlecht, bis hin zum Gedanken, so nicht leben zu können/wollen. Nach den OPs war ich voller Energie und habe ganz viele Aktivitäten wieder aufgenommen, an denen ich nun alles Interesse verloren habe, weil mir alles aussichtslos scheint. Ich kümmere mich um einen Therapieplatz und möchte auch versuchen, Antidepressiva zu bekommen, aber das dauert natürlich alles.
Geht es hier Jemand ähnlich? Hat hier Jemand seine weite Pupille später in den Griff bekommen (OP oder spezielle Kontaktlinsen)? Ich fühle mich schrecklich undankbar, weil immerhin der Arzt mein Augenlicht gerettet hat, aber manchmal habe ich sogar den Eindruck, mit einem Auge würde ich besser sehen. Dabei möchte ich diesen Gedanken gar nicht erst denken.

Depression nach Netzhaut-OP

tanjam, Riedstadt, (vor 5 Stunden, 49 Minuten) @ LarissaT
bearbeitet von tanjam,

Hallo Larissa,
gib nicht auf und verliere nicht den Mut.
Ich hatte 2005 nach einer GrauenStarOP beidseits am rechten Auge 4 NHA.
Am Anfang dachte ich auch, warum nicht einfach das Auge aufgeben. Dann hätte ich endlich Ruhe.
Heute 20 Jahre später bin ich doch froh, dass ich das Auge noch habe.
Am Anfang konnte ich nur Handbewegung warnehmen und jetzt bin ich an guten Tagen bei 30% Sehleistung.
Mein linkes Auge hat auch schon immer zwischen 50% und 70%. Ich war eine Frühgeburt und stark kurzsichtig.
Ich kann Dir sagen, es wird besser.
Vielleicht ist Deine Pupillen auch noch größer von den Augentropfen. Die Tropfen gegen Entzündungen halten die Pupille offen. Meine wird heute kaum noch groß auch nicht beim Weittropfen.

Das Gehirn gewöhnt sich auch nach und nach. Meins kann das rechte Auge ganz gut ausblenden.
Ich habe auch einen Gesichtsfeldausfall auf der rechten Seite. Manchmal denke ich nicht daran und erschrecke, wenn ich mich nach rechts umdrehe und da was ist.

Ich wünsche Dir Geduld und weiterhin alles Gute.

LG Tanja

Depression nach Netzhaut-OP

LarissaT, (vor 5 Stunden, 38 Minuten) @ tanjam

Vielen Dank für den Zuspruch!

Depression nach Netzhaut-OP

Landgrafschaft, (vor 5 Stunden, 48 Minuten) @ LarissaT

Hallo Larissa.

Hast Du die Möglichkeit, Dein Umfeld für eine Zeitlang zu verlassen?

Herzliche Grüße

Landei

Depression nach Netzhaut-OP

LarissaT, (vor 5 Stunden, 39 Minuten) @ Landgrafschaft

Leider nein. Ich habe drei Kinder und bin selbstständig.

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