Visusunterschiede - je nachdem, wen man fragt ...
Liebe Annie,
die Sehprobentafeln sind beim Optiker und beim Augenarzt oft tatsächlich sehr ähnlich – daran liegt der Unterschied also nicht.
Wenn beim Augenarzt mit deiner eigenen Sehhilfe gemessen wird, spielen vor allem die Rahmenbedingungen eine große Rolle.
Tagesform- Zeitpunkt am Tag, Stress, Müdigkeit oder Schlaf können den Visus deutlich beeinflussen.
Ich kenne das von mir. Aufgeregt, schlecht geschlafen, Zack - 20 Prozent weniger.
Morgens besser als Abends.
Im Sommer besser als im Winter.
Messsituation- Licht, Abstand, ein- oder beidäugiges Sehen – das ist nicht immer identisch
Bewertung der Ergebnisse- beim Sehtest reicht es oft, wenn man einen Großteil der Zeichen erkennt – dann gilt die ganze Zeile als „geschafft“ und der Visus fällt direkt besser aus.
Und ganz wichtig, der Visus misst nur die Zentralschärfe, aber nicht Verzerrungen, Kontrast oder Gesichtsfeld.
Gerade nach einer Netzhautablösung passt das oft nicht mehr zum eigenen Seheindruck.
Dein Gefühl ist also absolut nachvollziehbar.
Viele Grüße
Katharina
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Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.