Sangomaft! – so war unser 21. Treffen
Wir waren eine kleinere Runde als noch voriges Jahr zum Jubiläum, da der Termin mitten in die Ferienzeit fiel. Dennoch konnten wir mit Ramona und Maja zwei neue Netzis in unseren Kreis aufnehmen: Danke, dass Ihr nach Erfurt gekommen seid! Das Wetter setzte denn auch Freitag zur Begrüßung gleich einen Paukenschlag – Unwetterfront über der Landeshauptstadt! Was uns naturalmente nicht davon abhielt, im Pavarotti einen fröhlichen Begrüßungsabend unter den Markisen zu feiern, selbstverständlich mit abschließendem Schlummer-Umtrunk im Klosterhof mit den ausgezeichneten fränkischen Weinen, an die wir uns schon fast gewöhnt haben – herzlichen Dank den edlen Spendern!
Wie immer waren das erste Wiedersehen am Freitag und die persönlichen Gespräche, der Austausch und diese Vertrautheit, als hätte man sich erst letzte Woche (und nicht letztes Jahr) gesehen, das Beste am Treffen. So viel positive Energie zum Auftanken und Mitnehmen!
Der Sonnabend startete mit einer Meditation im Klostergarten, wieder sehr professionell geführt von Katharina. Kann man besser in den Tag starten? Einige von uns möchten das in ihren Tagesablauf übernehmen, andere sind schon dabei. Und jemand berichtete von fast zu tiefer Tiefenentspannung, so kurz nach dem Aufstehen – hej, alles richtig gemacht!
Den Workshop am Vormittag bestritt die Psychologin Yonne Drambyan vom BFW Halle, deren Vortrag letztes Jahr auf große Resonanz gestoßen war. Das Thema diesmal: „Wie sag ich’s meinem Nachbarn?“ Eine Frage, die natürlich nur jeder für sich selbst beantworten kann. Frau Drambyan gab viele Anregungen, um Verständnis zu erzeugen, aber auch ggf. Distanz zu schaffen und Grenzen zu setzen. Ebenso zahlreiche Tipps aus dem Leistungs- und Wissenskatalog des Berufsförderungswerks Halle, dessen Hilfsangebote wahrscheinlich immer noch zu wenig von uns genutzt werden.
Am Nachmittag lernten wir mit der sehr engagierten Prof. Dr. Kathleen Kunert die Chefärztin des ophthalmologischen Fachbereichs der Rehaklinik Masserberg kennen. Neben fachlichen Ausführungen betonte sie ihren ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung von Netzhautpatienten, was auch physiologische und psychische Aspekte betrifft, die von Klinik- und niedergelassenen Ärzten fast immer nicht berücksichtigt werden. Interessant auch die telemediale Nachsorge, die aktuelle Fatique-Forschung im Zusammenhang mit Netzhautablösungen und geplante Reha-Zentren an Augenkliniken, deren Entwicklung sie mit großem Engagement vorantreibt.
Der Abend klang dann mit dem Abendessen im guten alten Louisiana aus, mit viel Lachen und etwas ernsthaft und wie immer auch etwas ungläubig, wie schnell das Treffen wieder zu Ende ging. Aber vorher wurde einmal mehr unter der Linde den guten Frankenweinen Ehre angetan. Bloß der Sangomaft = Mangosaft fand keine Abnehmer 
Am Sonntag dann das Resümee – und ein riesiges Dankeschön von allen an Kathi, die als Organisatorin wieder alle Hände voll zu tun hatte, um ein erfolgreiches Netzitreffen auf die Beine zu stellen! Auch für das nächste Jahr laufen die Vorbereitungen bereits.
Fazit: Wieder ein schönes, gelungenes Treffen in der bunten Stadt Erfurt! Auch das Kloster hatte sich nicht verändert, nun ja – die Schlemmerhütte ist einer (sehr früh morgens startenden …) Baustelle gewichen. Aber das Frühstück gibt’s wieder im Lichthof.
Kommt alle gut heim! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen nächsten August, auch mit allen, die dieses Jahr nur in Gedanken bei uns waren.