Absolute Enttäuschung bei Nachsorge nach Netzhautablösung

Jimmy74, (vor 1 Tag, 1 Stunden, 35 Min.)

Kurz zur Vorgeschichte:
Ich hatte im November eine Netzhautablösung am Linke Auge. Bei der OP wurde Silikonöl eingebracht und gleichzeitig eine Kunstlinse eingesetzt. 2 Monate später wurde das Öl wieder entfernt und mit Luft aufgefüllt. Nachdem sich die Luft abgebaut hatte, konnte ich wieder richtig gut sehen. Der Visus war bei 80 %. Leider hat dann meine Sehkraft nach und nach nachgelassen. Der Hausaugenarzt hatte vermutet, dass es an einem Nachstar liegt und mich um Geduld gebeten, da ein Yak-Laserbehandlung erst 3 Monate nach der OP stattfinden könnte. Meine Sehkraft hat immer weiter nachgelassen und war nur noch bei 5% als die Laserbehandlung durchgeführt worden ist. Bei der Nachkontrolle hat sich jedoch keinerlei Verbesserung ergeben. Deswegen bin ich wieder per Notfallüberweisung an die Augenklinik überwiesen worden. Dort wurde empfohlen eine nochmalige OP durchzuführen, um mögliches Narbengewebe zu entfernen und die Öffnung des Yak-Lasers deutlich zu vergrößern, die anscheinend sehr klein gemacht worden war. Also bin ich Ende Juni noch mal operiert worden. Bei dieser OP wurde Gas eingebracht, was ca. 4 Wochen dauern sollte, bis es sich abbaut. Zur Nachsorge für die OP bin ich an den normalen Augenarzt verwiesen worden. Bei den ersten beiden Nachsorgeterminen war das Gas noch nicht abgebaut (hat fast 6 Wochen gedauert), weshalb ich am Freitag einen erneuten Nachsorge/Kontrolltermin hatte.

Dieser hat wieder mal bei einem anderen Augenarzt stattgefunden, da in der Praxis 6 Augenärzte beschäftigt sind. Ich wurde gleich mit dem Satz begrüß, was ich hier denn wolle. Also hab ich meine Krankengeschichte erzählt. Dann hat er mich erneut gefragt, was ich jetzt hier wolle. Ich hab nochmal versucht klar zu machen, dass es sich um einen Nachsorge Termin handelt und ich nicht beurteilen kann, was gemacht werden muss. Als nächste Aussage kam vom Augenarzt, dass er nur prüfen könne, ob die Netzhaut anliegt, wenn ich ein kostenpflichtiges OCT (ca. 100 Euro) machen würde. Ansonsten könne er mich nicht weiter behandeln. Auf meine Nachfrage, dass ich das nicht ganz nachvollziehen kann, weil es sich ja um einen Nachsorge Termin handelt, hat er mir gesagt, ich können ja in die Uniklinik gehen und dort mehrere Wochen auf einen Termin warten, die würden das dann ohne IGEL Leistung machen. Ich hab mich wirklich unter Druck gesetzt gefühlt und dem ganzen dann zugestimmt.

Dann hab ich noch mein für mich extrem wichtiges Thema angesprochen und zwar, was ich machen muss um wieder Autofahren zu dürfen. Ich hab explizit gefragt, ob ich eine Bestätigung oder ein Gutachten brauche und das das Thema für mich extrem wichtig ist. Ich bin als Softwareberater auch bei Kunden unterwegs. Diese nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist extrem zeitaufwendig. Er hat dann gesagt, ich solle einen Sehtest machen für einen Führerschein, das würde reichen und kostet 8 Euro. Also hab ich dann das OCT machen lassen und war dann zur Nachbesprechung wieder beim Arzt. Er hat mir gesagt, dass die Netzhaut gut anliegt, aber der Schaden ireversierbar ist und ich mir keine Hoffnungen machen brauche, dass es wieder besser wird. Ich soll in einem halben Jahr wieder kommen.

Also bin ich zur Anmeldung und wollte den Termin ausmachen. Eine Bestätigung zum Autofahren hab ich aber nicht bekommen. Die können sie so nicht ausstellen. Die Dame an der Anmeldung hat mir gesagt, der Arzt hätte notiert, dass ich explizit eine Sehtestbestätigung verlangt hätte. Das habe ich verneint und gesagt, dass ich explizit nach der Vorgehensweise bezügl. Autofahren angesprochen habe. Die Sehtestbestätigung können sie mir nicht ausstellen, weil ich auf einem Auge nur 10% Sehkraft habe. Ich solle doch wieder fahren und sie würden sich nächste Woche bei mir melden. Sie müsse das mit dem Arzt besprechen. Daraufhin habe ich gesagt, dass ich das doch gerade mit dem Arzt gesprochen habe und er doch wissen müsse was ich brauche als Bestätigung. Nachdem ich betont hatte wir wichtig das für mich sei, hat sie mir gesagt, sie könne den Arzt nicht wegen jeder Nachfrage eines Patienten stören und ich hätte das im Arztgespräch klären müssen.

Es ist wirklich absolut enttäuschend wie man als Patient hier behandelt wird. Es besteht keinerlei Einfühlungsvermögen. Für mich ist die Netzhautablösung und die Sehkraft von 5-10% extrem belastend. Es ist für mich Existenzgefährdend. Und das Thema mit dem Autofahren bzw. nicht Autofahren dürfen auch sehr umständlich. In der Woche hatte ich 2 Termine bei Kunden, zu denen ich mit dem Auto jeweils einfach 45 Minuten brauche. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich einfach 2 Stunden 30 Minuten gebraucht. So habe ich statt mit dem Auto 1,5h täglich 5h für die An-und Abreise gebraucht. Ich hätte alles gemacht um wieder fahren zu dürfen. Und es ist mir völlig egal ob es ein Gutachten ist, oder sonst eine Bestätigung. Nur würde ich erwarten, dass sowas ein Augenarzt auch weiß. Das war für mich der letzte Besuch in dieser Praxis.


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