Metamorphopsien nach NHA
Lieber Rop,
danke für deine Einschätzung und die aufmunternden Worte. Der Dioptrienunterschied ist jetzt übrigens weg, nachdem das Öl raus ist. Ich bin wieder kurzsichtig mit -3,75 li, -2,5 re. (Kunstlinsen). Der Oberarzt um UKE meinte, eine Erholung der NH wird sehr, sehr lange dauern. Ich nehme an, das heisst wohl Jahre...
Ich hatte jetzt 10 von 13 Monaten seit der ersten NHA Öl im Auge und den Rest der Zeit Gas. Daher denke ich, dass ich nun eigentlich schon mehr oder weniger einäugig unterwegs bin. Meistens merke ich es gar nicht mehr. Von daher hast du recht. Es wird irgendwann wieder funktionieren. Mit oder ohne räumliches Sehen. Eine Optometristin meinte damals nach der Makula off OP im Juli: Wenn das rechte Auge vom Sehen ausgeschlossen wird (wegen der Doppelbilder), bleibt es eh schwachsichtig! Eine ebenso kalte wie möglicherweise ehrliche Einschätzung. Man weiss es nicht.
Ich hatte letztes Jahr im September mal eine Wiedereingliederung bei der Arbeit versucht. Letztlich bin ich gar nicht so sehr am arbeiten mit Doppelbildern, sondern mehr am System gescheitert. Betriebliches Gesundheitsmanagement, Anträge auf GdB und Gleichstellung etc. Hat alles nicht funktioniert und eine anständige Depression war die Folge. Trotz therapeutischer Unterstützung.
Kurzum: Ich muss darauf vertrauen, dass mein Gehirn sich umstellt und ich irgendwann wieder einigermaßen entspannt sehen kann und voll arbeitstauglich bin. Den Beruf zu wechseln, ist für mich keine Option im Moment.
Von daher würde ich mich über Erfahrungen anderer hier freuen, die ähnliches durchgemacht haben. Niemand kann sagen, wieviel Visus sich noch entwickelt. Aber es würde mich interessieren, wie andere mit den Wellenlinien umgehen. Z.B. das schwache Auge ganz abzudecken oder vielleicht sogar im Gegenteil mal das gesunde abdecken?
erstmal liebe Grüße von
Fabian