Metamorphopsien nach NHA
Ich hinke dir in dieser Geschichte wahrscheinlich etwas hinterher, aber kann wohl auch etwas Info beitragen ...
RA:
August 2025 - NHA Makula On, Vitrektomie, Linse, Membranpeeling - Gasfüllung
Oktober 2025 - NHA Makula Off, erneutes Membranpeeling - schweres Silikonöl
derzeit wird auf OP-Status* gewartet, kann in erneutem Öl oder Gas oder Luft enden
Ursächlich für die NHA war wohl die Gliose, angeblich liegt die NH derzeit unter Öl flach an. Glaukome auf beiden Augen machen die Nummer nicht einfacher.
Ich habe eine erhebliche Differenz zwischen links und rechts, wobei rechts um circa 25% kleiner dargestellt ist als links, und dann zusätzlich noch um 20% "flacher". Oder anders gesagt: mein rechtes Auge sieht alles was vorher ein normales Quadrat war wie ein insgesamt kleineres, auf der langen Seite liegendes Rechteck. Es ist zudem ein Bogen in den Waagerechten, der nach links hin abfällt. Die Senkrechten haben einen kleinen Schlenzer, aber nicht viel.
Aber ... nach der ersten Gasfüllung sah ich wesentlich schlechter, als nach der Ölfüllung, trotz Makula Off vor der Ölfüllung. Räumliches Sehen war unter Gas komplett weg. Das ist nach Öl soweit wieder da, daß ich mich sicher im Raum und auf der Strasse bewegen kann und das rechte Auge sieht genug, daß ich gewahr bin, was rechter Hand abgeht.
Lesen geht mit rechts allerdings nicht, denn im Sehzentrum hat es die Abbildung "verwurschtelt" und momentan bildet sich leider auch noch ein Nachstar.
Infolgedessen übernimmt das linke Auge im Nahbereich komplett die Arbeit und blendet das rechte Auge fast vollständig aus. Ich nehme lediglich eine "Treppenstufe" wahr, die mir zeigt, wie erheblich die Differenz ist. Auf Distanz und im Freien meldet sich aber das rechte Auge zwischenzeitlich wieder, und sorgt für ganz tolerables räumliches Sehen. Das Gehirn hat sich mittlerweile aus den Infos beider Augen eine Art Hilfskarte der Realität zurecht gebastelt, die gut mit den tatsächlichen Räumlichkeiten übereinstimmt. Dass so eine Anpassung bei mir in meinem Alter (ü60) noch klappt, läßt mich darauf hoffen, dass es halbwegs gut für mich ausgehen könnte.
Also, nicht so schnell aufgeben! Ich bin übrigens beruflich auch von den Augen abhängig.
*Ich leide an schwerer Bradykardie, wohl auch an einer leichten Herzinsuffizienz und heftigstem Bluthochdruck, den nix so schnell gebändigt bekommt. Der Chefanästhesist will mich vorerst nicht in Vollnarkose legen, aus Angst ich nippel ihm noch auf dem OP-Tisch oder im Nachgang zur OP ab. Die AÄ wiederum wollen die Öl-Ex nicht ohne Vollnarkose machen, vermutlich weil sie in Bezug auf die Gliose böse Vorahnungen haben, eventuell den Nachstar händisch entfernen wollen oder was auch immer. Jedenfalls hätten sie mich gerne komplett ausgeknockt. Und ich bekomme nicht mal einen Termin bei einem Kardiologen auf die Reihe. 