Update Ibis: Stress, Narkose, Bluthochdruck, Glaukom, Gliose
Ich bringe mal auf den neuesten Stand und suche nach Input. Was fällt euch bei diesen Problemen ein?
Stress:
Hat jemand eine Idee, wie ich die negativen Auswirkungen von massivem Dauerstress auf die Augen abmildern kann? Ich bin Pflegerin eines Elternteils. Der ist Anfang Dezember gestürzt. Das Ergebnis ist eine ziemliche Angststörung. Ich muß alles hinterhertragen, nix wird mehr alleine bewältigt, bleibt im Bett liegen, wenn man nicht hinterher ist und ob es bis zu meiner OP wieder mit der Selbstversorgung klappt ist unwahrscheinlich. Kurzzeitpflege konnte ich bisher auch keine auftun. Das alles schlägt mir massivst auf den Blutdruck und das Gemüt.
Schwindelnder AA:
Ist euch sowas schon mal untergekommen, daß man vom AA ganz blank heraus angeschwindelt wird? Ist mir in meiner Gemeinschaftspraxis jetzt das zweite Mal bei einem bestimmten Arzt passiert. Ich bin ja momentan regelmäßig zur Kontrolle bis zur Nachfolge-OP und da gehts uA um den Augeninnendruck, vor allem des Auges mit dem Silikonöl. Da kamen dann so Nummern, alles sei iO (was ich davon halten soll, weiß ich wegen der Schwindelei auch nicht), und der Druck läge laut AA bei 19/19. Nö, tut er nicht. Er liegt laut Schwesternhelferin bei 22/24. Das ist schon eine andere Hausnummer, auch wenn er im KH auch zu Gelegenheiten so hoch war. Ich weiß grad nicht wie ich auf sowas reagieren soll.
Anästhesist bzw. Parabulbäranästhesie bzw. Blutdruckmittel:
Offensichtlich haben meine Blutdruckwerte um 250/130 im Aufwachraum und ziemlich hohe NT proBNP-Werte (650 rsp. 1000 statt 100 und damit starkes Anzeichen für eine Herzinsuffizienz) den Anästhesisten so entnervt, daß er mir keine Vollnarkose fürs Öl-Ex geben will. Ich hab jetzt mit viel Tamtam einen Selbstzahlerultraschall vom Herz vom Internisten auftreiben können (Kardiologen kann man sich hier in der Ecke abschminken, Termine in 12-18 Monaten!), und das Ergebnis war deutlich weniger Panik auf der Titanic. Es sind wohl Schäden durch meinen Bluthochdruck vorhanden, aber sie sind noch nicht so heftig. Auch der NT proBNP-Wert den die Praxis gemessen hat war deutlich niedriger (400 statt 300), und es scheint so, daß es die sportive Rumrennerei im KH war, die die Werte so erhöhte.
Mein Verdacht ist es seit langem, daß der Hochdruck eine Reaktion auf die fehlende Durchblutung dank meiner Herzrhythmusstörung ist, und ich es ebendiesem zu verdanken habe, daß das Glaukom nicht schlimmer ist als es ist.
Der Internist will jetzt aber mit der großen Keule auf den Hochdruck eindreschen, um ihn so weit runterzubekommen, dass der Anästhesist befriedigt ist. Er hat mir also genau die Kombination aus Senkern verschrieben, die man mit Glaukom anscheinend vermeiden sollte, nämlich Candesartan, Indapamid und Lercanidipin. Ich habe jetzt Bedenken, dass es zu einer hypotensiven Krise kommen könnte, bzw. zu Drücken in der Nacht von weniger als 50 diastolisch - was ja für meine bereits massivst gestressten Augen nicht das Gelbe vom Ei ist. Es wäre kontraproduktiv, wenn die Retina wieder dort haftet wo sie soll, aber der Sehnerv wegen Mangelversorgung abgestorben ist.
Hat jemand Erfahrung mit milderen Senkern, die evtl. sogar bei Glaukom hilfreich sind? Ich hab da was über Enalapril gelesen, konnte dann aber den Artikel nicht finden. Mir würde im Vorfeld der OP reichen, wenn sich mein Blutdruck lediglich auf ~160/100 einnorden würde, um dem Anästhesisten keinen Infarkt zu verpassen. Alternativ redete er von Parabulbäranästhesie, also örtlicher Betäubung für die Öl-Ex. Momentan bin ich da nicht wirklich begeistert. Hat hier jemand sowas hinter sich und kann berichten?
Dann habe ich endlich die gesamte Akte bekommen. Daraus scheint sich zu ergeben, daß auch bei der zweiten OP erneut eine Gliose im Spiel war und die Retina abhob. Diese mußte also auch beim zweiten Mal entfernt werden. Wie oft kommen diese Dinger eigentlich nacheinander?
Kommt man eigentlich bei örtlicher Betäubung gleich nach Hause?
Insgesamt also nicht alles so wirklich prickelnd hier. 