Erfahrungsberichte - Fabian
Hallo Fabian.
Ich habe Deine Erfahrungsberichte gelesen und bin beeindruckt von Deiner Geduld und
Stärke. Meine Augenproblematik ist eine andere, aber beim Stichwort Einäugigkeit
fühlte ich mich berührt und betroffen. Über mich, kurz: Seit der Kindheit
schwachsichtiges Auge (re) leichtes Innenschielen, leider war damals das Abkleben des
guten Auges (li) noch nicht üblich. Ich habe jahrzehntelang trotz dieses Sehdefizits
ein ganz normales Leben geführt und fühlte mich nicht eingeschränkt. 2024 allerdings:
Graue Star Operationen beidseitig. Etwa sechs Wochen später wurden milde Nachstare
beidseitig diagnostiziert. Ein Jahr n a c h den Staroperationen : Diagnose epiretinales
Membran (mild) auf dem guten Auge, dem Führungsauge. Beim zweiten OCT diagnostizierte
man eine leichte Verschlechterung, ich werde nun engmaschig kontrolliert. Wieso schreibe ich das hier eigentlich alles so genau? Bisher ist eine OP nicht angesagt, es wird abgewartet.
Dieses Abwarten macht mich nervös, wenngleich es durchaus Sinn macht, Nutzen und Risiken
in meinem Fall abzuwägen hins. OP. Die Zeit bis zur nächsten Kontrolle nutze ich, um mich umfassend
einzulesen in meine Problematik. Inzwischen weiß ich, w o ich mich operieren lassen möchte.
Meiner Augenärztin, die mich beidseitig an den grauen Staren operiert hat, vertraue ich.
Mein Bauchgefühl rät mir, mich von ihr operieren zu lassen. Allerdings habe ich auch das
UKE Hamburg Eppendorf "auf dem Schirm" , weil meine Kinder in Hamburg wohnen.
Sollte es nach einer Glaskörperentfernung und dem Peeling des epiretinalen Membrans zu
Komplikationen kommen, wäre es u.U. gut, sie in der Nähe zu wissen. Andererseits bin ich
ein Mensch, dem die eigene Unabhängigkeit s e h r wichtig ist. Auch in Grenzsituationen.
Eventuell schaue ich mir die Augenklinik in Eppendorf mal ganz unverbindlich an ...
Angst vor der OP habe ich nicht. Das Danach scheint ja das Schwierigste zu sein.
Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Er macht mir Mut!
Viele Grüße
Landei